Giulia Garzon•vor 11 Monaten RecycLinz zielt darauf ab, sowohl touristische Besucher:innen der Destination Linz als auch Einheimische aktiv in das Thema Recycling von Kunststoffverpackungen einzubinden – niedrigschwellig, partizipativ und sichtbar. Insbesondere möchten wir:• Durch Experimente herausfinden, welche Form der Information am besten wirkt, um korrektes Trennen zu fördern• Bürger:innen ihre zentrale Rolle für eine Kreislaufwirtschaft vermitteln• Messbar bessere Qualität des gelben Sacks für Linz erreichen• Verbindungen zwischen Bürger:innen, Forschung und Entscheidungsträgern stärken, dies schafft stärkeres Vertrauen in Wissenschaft und DemokratieErmöglicht wird RecycLinz im Rahmen des Forschungsprojekts REGAIN, das an der Johannes-Kepler-Universität Linz gemeinsam vom LIT Future Energy Lab (FEL), dem Institut für Polymeric Materials and Testing (IPMT) und dem Institute of Integrated Quality Design (IQD) durchgeführt wird. Das Projekt läuft von Januar 2025 bis Dezember 2026 – und passt damit ideal zum Zeitrahmen dieses Wettbewerbs.REGAIN verfolgt das Ziel, neue Wege zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft zu finden – unter Einbindung von Bürger:innen, Industrie und Verwaltung. Eine Zusammenarbeit mit dem Magistrat Linz (Abteilung Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und EU) und der Linz AG ist für die nächste Projektphase vorgesehen.Beispiel – Erlebbare Nachhaltigkeit am Beispiel Donau-SchifffahrtViele Tourist*innen in Linz nehmen an Donau-Bootstouren teil. Genau hier setzen wir an:
Auf den Booten wird ein gelber Sack zur Sammlung von Plastikverpackungen platziert.
Nach einem Tag wird der Inhalt durch das IPMT auf seine Recyclingfähigkeit analysiert.
Danach folgen mehrere Informations-Experimente, etwa mit:
Verschiedenen Flyer-Designs (Farben, Sprache, Icons)
Unterschiedlichen Verteilarten (direkt vs. am Mülleimer)
Einer digitalen Intervention: Touristinnen erhalten via Climate CAMPAIGNers App eine Push-Nachricht zur Teilnahme an einer Recycling-Challenge.
So wollen wir herausfinden, welche Form der Information am besten wirkt, um korrektes Trennen zu fördern.Erweiterung: Regionale Ausweitung & Tourismus-Alltag-VerknüpfungDas Experiment kann zusätzlich auf Ansfelden und Kirchschlag ausgeweitet werden. Beim Stadtfest Ansfelden (Juni 2025) können z. B. an zwei Tagen Tonnen mit und ohne Info-Material verglichen werden.Zudem wird die App genutzt, um Einwohner*innen in Linz, Ansfelden und Kirchschlag gezielt zu befragen – insbesondere vor dem Hintergrund der Abfallsystemänderung Anfang 2025 (Einführung des Einwegpfands sowie neue Regelungen für die Inhalte des Gelben Sacks):
Welche Herausforderungen erleben sie aktuell bei der Mülltrennung?
Welche Informationen würden ihnen helfen, besser zu trennen?
Diese Rückmeldungen fließen in die Entwicklung zielgerichteter Kommunikationsmaßnahmen ein – für nachhaltige Abfalltrennung im Tourismus und im Alltag.Warum dieses Projekt?Tourismus produziert nicht nur schöne Bilder, sondern auch Müll.Diese Idee macht Nachhaltigkeit in der Destination Linz sichtbar (über Tonne & App), spürbar (durch aktives Handeln von Gästen und Einheimischen) und messbar (durch Analyse der Inhalte und Rückmeldungen).Die Climate CAMPAIGNers App, entwickelt im Rahmen eines EU-Horizon2020-Projekts unter Beteiligung der Stadt Linz, ermöglicht zudem ein langfristiges Engagement, da Nutzer*innen auch nach ihrer Reise weitere Challenges absolvieren und sich weiter mit nachhaltigem Verhalten und Klimaschutz auseinandersetzen können.