Weiße Dachbeschichtungen fördern / in Bebauungspläne aufnehmen
Von "// Teile deine Ideen für den Linzer Klimaplan"
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Dächer machen einen großen Teil der urbanen Flächen aus. Bei schwarzer oder dunkler Deckung erhitzen sich die Bauteile im Sommer auf über 60 Grad und tragen dadurch maßgeblich zur städtischen Wärmeinseleffekt bei. Weiße Dächer dagegen reflektieren bis zu 90% der Strahlung und reduzieren die Heizleistung so um bis zu 200 Watt pro m².
In vielen Städten gibt es daher Initiativen, Dachflächen (insbesondere Flachdächer) nachträglich weiß zu streichen bzw. zu beschichten; In Modellrechnungen ergibt sich dadurch eine Senkung der städtischen Lufttemperatur von einem Grad und mehr. Zwar ist der Effekt nicht so stark wie jener von Gründächern oder Baumpflanzungen, dafür ist die Maßnahme um vieles kostengünstiger, sofort wirksam und für einen größeren Teil des Gebäudebestands geeignet.
- Die Stadt Linz könnte nachträgliche Dachbeschichtung analog zur Errichtung von Gründächern fördern (freilich mit geringeren Beträgen). Große Objekte in zentraler Lage sollten bevorzugt werden.
- Die Stadt könnte den eigenen Gebäudebestand (dort wo keine Dachbegrünung möglich) hinsichtlich Dachbeschichtung überprüfen.
- Eine Vorschrift zu hellen Dachfarben sollten per Ediktalverfahren in die Bebauungspläne aufgenommen werden (plus Bauordnung?).
- Unternehmen / Institutionen könnten sich in Eigeninitiative beteiligen (großes Potenzial bei Flachdächern / Hallen). Mitunter eignet sich das Streichen sogar als Teambuilding-Übung.
- Manche Städte arbeiten mit Sozialprogrammen (Langzeitarbeitslose, schwer Vermittelbare) zusammen. Auch das vielleicht eine Möglichkeit für Linz.
Einige Links zum Thema:
- Eine Studie der ZAMG von 2015 für Wien (mit heller Eindeckung als Ergänzung zu Gründächern)
- Das CoolRoofs-Projekt in New York City
- Ein Artikel zum Thema in der New York Times
- Ein Artikel im Spiegel
Foto: Women in Architecture
