Taschenaschenbecher
Von "// Linz hACkT 2022 – Utopia Linz"
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Um der generellen Verschmutzung durch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel entgegenzuwirken, soll mit dem Projekt des „Taschenaschenbechers“ eine einfache und kostengünstige Lösung per Gesetzesentwurf umgesetzt werden. Ziel wäre es, dass Raucher:innen dazu verpflichtet werden in der Öffentlichkeit entweder die bereitgestellten öffentlichen Aschenbecher oder einen mitgeführten Taschenaschenbecher nutzen müssen. Sollten Zigarettenstummel einfach öffentlich weggeworfen werden, sollte dies mit einer hohen Geldstrafe geahndet werden. Dafür soll mit Unterstützer:innen eine Petition, bzw. ein Volksbegehren geschrieben und öffentlich beworben werden.
Herr Werner Linsboth
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Gepostet von:unbekannte Person
vor 4 Jahren
Ein Taschenaschenbecher dient dazu die Reste des Rauchgenusses zwischenzulagern bis sie umweltgerecht entsorgt werden können.
Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen z.B. runde Dosen, rechteckige Boxen als Schlüsselanhänger, flammhemmende und geruchlose Beutel.
Wenn man bedenkt welchen Schaden ein achtlos in die Umwelt entsorgter Zigarettenstummel verursacht, ist es doch besser man wendet ein paar Sekunden mehr auf und lagert die Kippe zwischenzeitlich im Taschenaschenbecher bis man ihn im Abfallbehälter entsorgen kann.
Deckel auf, Kippe hinein, Deckel zu bzw. Boxschachtel auf, Kippe hinein, Boxlade zu. Die Entleerung dann im Abfallbehälter beansprucht ebenfalls nur einen minimalen Zeitaufwand.
Würde sich jeder Raucher nur ein paar Sekunden für die richtige Entsorgung Zeit nehmen, hätten wir keine Probleme mehr mit der Beseitigung der illegal entsorgten Kippen.
In einem Zigarettenfilter finden sich bis zu 4000 schädliche Stoffe, darunter Teer, Nikotin, Blei, Arsen, Blausäure und Dioxin. Dieser giftige Mix kann im Fall des Verschluckens bei Kleinkindern zu Durchfall und Erbrechen führen. Für Hunde und Vögel kann es sogar tödlich enden. Zigarettenfilter bestehen aus Celluloseacetat, einem schwer abbaubaren Kunststoff. Es dauert viele Jahre, bis die Filter zerfallen. Die aus dem Rauch gefilterten Stoffe werden dabei freigesetzt und gelangen mit dem Regenwasser in den Boden und in die Gewässer. Eine Kippe kann zwischen 40 und 60 Liter sauberes Grundwasser verunreinigen.
Die praktische Lösung des Problems durch den Taschenaschenbecher ist schon lange bekannt, nur die Umsetzung ist in den Köpfen der Verursacher noch nicht angekommen. Die Anschaffungskosten eines Taschenaschenbechers sind kein Argument. Sie kosten meist weniger als eine Zigarettenschachtel.
Es stellt sich die Frage: warum ist es gängige Praxis, dass so viele Kippen illegal entsorgt werden?
Nicht einmal an Straßenbahnhaltestellen wo ein Abfallbehälter vorhanden ist landet die Kippe im Behälter sondern am Boden. Die Bequemlichkeit und die fast 100% ige Aussicht auf Straffreiheit animiert geradezu dieses Verhalten. 24% der erwachsenen österreichischen Bevölkerung (Stand 2020) raucht regelmäßig. Die Verursacher sind so gesehen in der Minderheit. Der Schaden den sie anrichten ist jedoch von uns allen zu tragen.
Wenn man aus der Vergangenheit die Erkenntnis erlangt, dass etwas nicht funktioniert muss man nach Lösungen zur Verbesserung suchen.
In diesem Fall ist es genauso wie in der Medizin: man muss die Ursache bekämpfen und nicht das Symptom. Die Ursache ist eindeutig der Raucher, der die Kippe auf den Boden wirft. Das Symptom bekämpfen wäre die dauernde aufwendige Entfernung durch ein Reinigungspersonal.
Eine nachhaltige Lösung des Problems kann es nur geben, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Dies könnte man durch ein Volksbegehren erreichen.
Das Begehren sollte lauten:
„Jeder der eine Zigarette im öffentlichen Raum anzündet muss auch einen Taschenaschenbecher mitführen“
Die Ausrede, dass eine ordnungsgemäße Entsorgung nicht möglich ist, weil gerade dort wo die Zigarette zu Ende geraucht wurde kein Abfallbehälter vorhanden ist, würde dadurch ungültig.
Die derzeit in den Bundesländern unterschiedlich geregelten Straf- und Überwachungsbestimmungen könnten dann in einem Zug vereinheitlicht werden.
(Für leichtere Lesbarkeit wurde auf gendergerechten Text verzichtet)
Werner Linsboth
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