SÜDPOL 4030: Ein mobiler Treffpunkt im Linzer Süden
Von "// Ideen für 4030 Linz"
Zum Projekt

Vorgeschlagenes Budget
Beschreibung
Eine Bühne für Alle - Allen eine Bühne geben
Unser Projekt will Auto-Parkplätze und andere öffentliche Orte als temporäre Begegnungsorte nutz- und erlebbar machen soll. Ein Fahrradanhänger der sich zur Bühne ausklappen läßt, schafft einen mobilen "Raum im Raum", einen Sozialraum im Linzer Süden. An vorangekündigten Terminen wird der Anhänger an verschiedenen Plätzen in 4030 Station machen. Mit Rollrasen, Sitzgelegenheiten, Spiel- und Inforamtionsangeboten wird öffentlicher Raum genutzt, der sonst von vier Autos verstellt ist. Mit Bürger*innen und verschiedenen Stakeholdern gemeinsam gestaltet werden u. a. Workshops, Infoangebote und aufsuchende Seelsorge.
Südpol 4030
Der Fahrradanhänger kann von einer einzelnen Person an alle beliebigen Einsatzort bewegt werden. Da der Anhänger sowohl mit Fahrrad als auch ohne Zugfahrzeug einsetztbar ist, ist die Handhabung sehr niederschwellig. "SÜDPOL 4030" zeigt, wie öfffentlicher Raum genutzt werden kann und wie viel "ohne Auto", mit sanfter Mobilität geschafft werden kann. Das Projekt bringt Menschen zusammen und motiviert den mobilen Treffpunkt selbst auszuleihen und im Stadtteil aktiv zu werden.
Mit dabei ist immer auch Werkzeug, um eigenständig einfache Reperaturen an mitgebrachten Fahrrädern umsetzen zu können.
Durch "SÜDPOL 4030" entsteht ein "Raum im Raum": Ein Informations- und Begegnungsort für Nachbar*innen und Anrainer*innen an dem sich auch lokale Initiativen, Vereine und Organisationen präsentieren können. Koordiniert und moderiert wird diese Begegnung durch Personen, die für die Diözese Linz im Dekanat Linz Süd tätig sind. Umgesetzt werden dabei Prinzipien der Sozialraumorientierung (siehe ausführliche Projektbeschreibung).
Projektschritte: 4030 eine Bühne geben / Zeitplan
1 ) Bau und Gestaltung des Anhängers
Ausgehend von der Projektskizze der Künstlerin MMag.a art Christine Pavlic und dem Industrial Designer Markus Luger wird ein detaillierter Plan für einen Fahrradanhänger entwickelt, der dann von jedem Fahrrad gezogen oder als Handwagen bewegt werden kann. Da der Anhänger selbst elektrisch beim Fahren unterstützt, ist er mit jedem privaten Fahrrad an dem die Kupplungsvorrichtung montiert wird kompatibel und ohne sportliche Herausforderungen bewegbar.
· Univ.Prof. Dr. Florian Sametinger (Prof. Designforschung und Designtheorie an der Kunstuni Linz) wird das Projektteam bei der Planung und Umsetzung wissenschaftlich beraten.
· In Workshops (April 2025) wird die Künstlerin Christine Pavlic vor allem Mädchen den Umgang mit Werkzeug näherbringen. Die Kinder und Jugendlichen kommen u. a. aus dem Jugendzentrum Turbine und anderen Jugendzentren im Linzer Süden. Sie werden beim Bau und der Gestaltung des Anhängers sowie der diverser Ausstattungsgegenstände, mit denen dann der "Raum im Raum" gestaltet wird mithelfen.
2) Vorbereitungen zur Expedition Südpol
- Im Vorfeld werden verschiedene Stakeholder aus dem Linzer Süden aus Bereichen wie Soziales, Gesundheit, Wirtschaft, Kultur, Sport und Seelsorge eingeladen. Es werden Workshops gemeinsam mit Bürger*innen entwickelt: Ergänzende Ausstattungselemente für den "Raum im Raum", Informationen zu Alltagsmobilität im Linzer Süden, einfach nutzbarer Überblick zu Informations- und Beratungsstellen im Linzer Süden sowie partizipative Methoden, um Anwesende dabei zu unterstützen, Herausforderungen in diesem Stadtteil als solche zu identifizieren sowie Ideen und Handlungsoptionen dazu zu entwickeln. So könnte auch eine Art "Beirat" entstehen, der den weiteren Verlauf des Projekts begleitet sowie die Informations- und Dokumentationsarbeit mitverantwortet.
- Bei diesen Workshops wird auch in partizipativer und ergebnisoffener Weise erarbeitet welche Veranstaltungen gewünscht werden: Möglich sind etwa
- Tage an denen sich die Steakholder den Anrainer*innen präsentieren können
- Gesprächsangebote durch die Seelsorger*innen
- moderierte und offene Gesprächsrunden und Workshops
- konsumfreie Begegnungsmöglichkeiten
- Kulturelle/musikalische Angebote
- Informationsveranstaltungen zu Themen wie sanfter Mobilität, Nachhaltigkeit, Stadtplanung/Stadtentwicklung, Möglichkeiten der Büger*innenbeteiligung, uvm.
- Spielangebote für Kinder und Familien
- uvm.
3) Start der Expedition Südpol
- Ab Mitte Mai 2025 ist dann "SÜDPOL 4030 " regelmäßig im Linzer Süden unterwegs; durch rechtzeitige Ankündigung via Plakaten, Social Media und Medienberichten werden Menschen dazu eingeladen, schon den Weg zum Einsatzort mit Fahrrädern u. ä. zu begleiten.
- Workshops und Veranstaltungen wie Sprachcafes, Fahrradtraining für Erwachsene (Frauen), Hilfe bei der Fahrradreparatur, aufsuchende Seelsorge (unabhängig vom religiösen Bekenntnis)
- Workshops zur Sozialraumorientierung, nachhaltiger Alltagsmobilität
- "SÜDPOL 4030" soll in weiterer Folge über ein Verleihsystem einfach von Einzelpersonen und Initiativen im Linzer Süden ausgeborgt und genutzt werden können. Weiters werden die Pläne zum Bau des Bühnen-Anhängers im Sinn von Open Innovation zugänglich gemacht damit diese umweltschonende Form der Mobilen-Raumschaffung Nachahmer*innen finden kann.
- Im Oktober wird ein gemeinsames Resümee über gemachte Erfahrungen gezogen.
Wirkungspotential der Expedition: Sozialraumorientierung
- Bedingungen und alltäglichen Lebenssituationen gemeinsam mit verschiedenen Menschen so zu gestalten, dass Probleme entweder erst gar nicht entstehen oder selbst bestimmt und besser gelöst werden können
- Sich zu Menschen in ihren alltäglichen Bezügen und Lebensräumen begeben, ihre Lebenssituation, Interessen und Themen dialogisch zu erkunden und sich mit ihnen gemeinsam vor Ort für eine Verbesserung einzusetzen
- Eine Vernetzung von Vereinen, Institutionen und verschiedenen Stakeholdern unterstützen
- Ein Kennenlernen der Nachbar*innen in den neugebauten Siedlungsgebieten ermöglichen
- Menschen dabei unterstützen, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auf vielfältige Weisen zu begegnen und ebenso dabei, gemeinsam an Schritten für ein “Leben in Fülle” an verschiedenen Orten zu arbeiten
- Aus der Perspektive der sozialraumorientierten Pastoral heraus werden auch niederschwellige und dialogorientierte Formen von Liturgie wie z.B. Andachten umgesetzt, wobei dabei alle Menschen angesprochen werden unabhängig von religiöser Orientierung
Projektkernteam:
Isabella Unfried, Seelsorgerin in der Pfarre Linz-Auwiesen
Christian F. Freisleben, Begleiter transformativer Beratungs- und Bildungsprozesse, Neuzugezogenen Pastoral Dekanat Linz Süd
Christine Pavlic, Künstlerin und Gestalterin mit langjähriger Erfahrung im Bau von Fahrandanhängern
Markus Luger, Designer, Künstler, Schiffbauer
Beratend: Univ.Prof. Dr. Florian Sametinger (Prof. Designforschung und Designtheorie an der Kunstuni Linz)
Warum 4030 Linz?
In den letzten Jahren erfolgte in vielen Teilen von 4030 eine intensive Bautätigkeit von neuem Wohnraum. Dabei wurde bislang leider wenig darauf geachtet, dass sich Menschen und Vertreter*innen verschiedener Einrichtungen auf eine einfache und niederschwellige Weise treffen können. Auf den naheliegenden Pichlinger- oder Weikerlsee als Begegnungsraum zu verweisen ist viel zu wenig, nötig wären auch leicht nutzbare Orte unmittelbar im Wohnumfeld. Dieses Projekt ermutigt in diesem Stadtteil Lebende, diesen so mitzugestalten, dass solche konsumfreien Begegnungsräume neu (oder wieder) entstehen, sowie gemeinsam verantwortet werden.
In 4030 gibt es zwar zwei Familienzentren (Pichling und Ebelsberg), sowie das Stadtteilzentrum in Auwiesen. Im Vergleich zu anderen Stadtteilen gibt es einige Mankos in Hinblick auf einfach nutzbare Formen der (Sozial)Beratung. In vieler Hinsicht "eingeschlafen" sind Kulturinitiativen - auch diese werden mit diesem Projekt gezielt angesprochen und ermutigt, sich in der Gestaltung des Stadtteils einzubringen.
Durch die sehr dichte Bauweise sind auch soziale Konflikte sehr wahrscheinlich. Eine gezielte Unterstützung von Begegnungen auf Augenhöhe der dort Lebenden können diese vermeiden oder zu guten Lösungswegen beitragen.
Budget
- Workshops mit Jugendlichen 7000
- Design und Konstruktion der mobilen Bühne 3000
- Materialkosten der mobilen Bühne 5000
- Bau der mobilen Bühne mit E-Antrieb 12000
- Design der Sitzmöbel und Aktions-Module 2000
- Materialkosten der Sitzmöbel und Aktions-Module 3000
- Bau der Sitzmöbel und Aktions-Module 4000
- Moderation Isabella Unfried, Christian F. Freisleben u.a. 1500
- Material für Events 2025 2500
Summe 40000
