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Straßenmusik möglich machen durch Streichen der 50,- Euro Tagesgebühr

Von "// Vorschläge für die Stadt Linz"

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Vor einigen Monaten hat die Stadt Linz neue Regeln für „Straßenmusik in der Innenstadt“ beschlossen. Früher war es so, dass man sich mit seinem Instrument am Magistrat zum Vorspielen einfinden musste. Hatte man das geschafft, bekam man einen „Straßenkunst Bescheid“ und durfte dann in den gekennzeichneten Zonen (Landstraße) einen Hut aufstellen und sich sein Publikum und das Hutgeld erspielen.

Die Gebühr dafür lag bei ca. 14,- Euro pro Tag. Ähnlich ist es auch heute noch in Graz oder Salzburg. Beide Städte sind für ihre blühende Straßenmusik Szene bekannt. 

NICHT SO IN LINZ. IN LINZ WURDE DIE STRAßENMUSIK PRAKTISCH ABGESCHAFFT. Warum???

In Linz muss man 50,- berappen, um EINEN Tag lang spielen zu dürfen.

Man zahlt beim Bürgerservice die „Linzer Spezial-Steuer“ und darf dann versuchen, die 50,- Euro über das Hutgeld wieder hereinzuholen…. Das darf man dann maximal ein Mal pro Woche.

Wenn man nicht zahlt, droht eine Verwaltungsstrafe; höher als 50,- Euro. Außerhalb der gekennzeichneten Zonen (Landstraße) ist das Musizieren sowieso verboten; Verwaltungsstrafe.

Auf Nachfrage, warum das in Linz so teuer ist und anderswo in Österreich nicht, wurde mir von einem Magistratsmitarbeiter die Auskunft erteilt, „ ... dass es so viele Beschwerden von Geschäftsleuten gegeben hat wegen organisierter `Bettlerbanden`, die das in Linz herrschende Bettelverbot umgehen, indem sie behaupten, Straßenmusiker*innen zu sein und mit irgendwelchen Instrumenten, die sie nicht beherrschen, ihrem Bettel-Gewerbe nachgehen …. Deshalb wurde die Tagesgebühr so hoch angesetzt, damit hoffentlich keiner mehr probiert, Straßenmusik zu machen, weil wenn man 50,- Euro zahlen muss, wird es sich wahrscheinlich nicht mehr rechnen für die Bettlerbanden….“

DAS IST SEHR SCHADE, da es in Linz sicher viele Musiker*innen gibt, die gerne Erfahrungen sammeln würden, indem sie auf der Straße vor Publikum spielen. Ich z. B. spiele „Handpan“. 

Straßenmusik ist die ehrlichste Art, sich sein Publikum zu verdienen und hat mit Betteln nichts zu tun.

Ich finde, es steht einer Stadt, die sich Kulturstadt nennt, nicht gut zu Gesicht, wenn Straßenmusik und Straßenkunst generell unterbunden werden, weil sich Geschäftsleute Sorgen machen, dass ihre Umsätze einbrechen könnten, weil angeblich „Bettlerbanden“ das Linzer Bettelverbot umgehen.

14,- Euro pro Tag an die Stadt Linz zu bezahlen, um die Fußgängerzone als Bühne zu nutzen war in Ordnung, aber 50,- Euro sind eindeutig zu viel!

Daher ist mein Vorschlag: Es sollen geeignete Orte in der Fußgängerzone benannt werden und ein Termin-Kalender online gestellt werden, in den Musiker*innen sich für den jeweiligen Spielort und die Zeit eintragen können, am besten mit Angabe von Instrument und Musikgenre. Da kann dann jeder an Musik interessierte Mensch sehen, WER WANN WO WAS spielen möchte und kann zu einer „Musikinsel“ kommen und einfach nur zuhören oder auch das eigene Instrument mitbringen und vielleicht mitspielen….

Christina Rittenschober

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Letztes Update: 24. April 2024

Kommentare(12)

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Das mit den 14€ ist schon lang her. Dann hat man knapp über 30€ für einen Tag spielen gezahlt und musste vorher am Magistrat vorspielen, um zu beweisen, dass man die Instrumente beherrscht.... Also ist das nur eine ganz infame Flunkerei zu behaupten, dass man wegen der Bettlerbanden nun über 50€ verlangen muss. Das haben sie ja vorher schon gesagt als man noch vorspielen musste. Ich finde das als Musiker und Künstler beschämend, dass eine ehemalige Kulturhauptstadt und bekennende Kunst-und Kulturstadt nicht nicht in der Lage ist ein gutes, vernünftiges System für Straßenmusiker zu schaffen. In Graz darf man an 3 Tagen spielen und zahlt nichts dafür. Man kann sich online die Tage und Zeiten aussuchen und wird dann manchmal kontrolliert ob man das Onlineticket hat. Allerdings sind sie jetzt sehr streng bei Zeitüberziehungen.
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Die Idee einer kostenlosen, volksnahen Offenen Bühne finde ich grundsätzlich genial, aber die skandalösen, entarteten Bilder der Hintergrundkulisse finde ich wahrlich eine Schande! Hat Linz nichts Schöneres den Linzern, und v.a. auch den vielen Touristen zu bieten?
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Profil von Silvia Hackl
Gepostet von:Silvia Hackl
vor 11 Monaten
Liebe @Gerlinde Karadjov, die Gestaltung ist vom Graffiti-Künstler Mario Naise x Mural Harbor, sh. https://www.instagram.com/p/DI0tcbXtpfK/?img_index=4&igsh=a255Z3Bod2NtaTVm - die Hafengalerie Mural Harbor und damit auch die Graffiti-Kunst ist seit mehr als 10 Jahren eine feste Größe im Linzer Tourismus und auch immer mehr im Linzer Stadtgebiet auf großen Flächen zu sehen. Welcher Stil und welche Motive wie gefallen, ist dabei aber selbstverständlich sehr unterschiedlich und individuell. Allerdings regt die künstlerische Gestaltung, wie sie derzeit zu sehen ist und von den Verantwortlichen (Verein Altstadt) beauftragt wurde, jedenfalls zu gewinnbringenderem Diskurs an, als die Symbole, die zuvor unerlaubterweise von Unbekannten aufgesprüht und mit dem Graffiti überdeckt wurden.
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Gut, dass endlich mal was passiert in der Linzer Strassenmusik, die leider verunmöglicht würde. Ich war eine der ersten Strassenmusikerinnen in Linz als es noch gar keine Gebühren... dafür gab. Es wäre schön, wenn unsere Kulturhauptstadt wieder etwas belebter würde. Danke für deine Initiative, Christina !!!
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Profil von The Streetman
Gepostet von:The Streetman
vor 2 Jahren
Straßenmusik ist eine Bereicherung für die Stadt !
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Profil von Barbara
Gepostet von:Barbara
vor 2 Jahren
Ein kurzes Video zum Antrag dazu und man kann "Bettlerbanden" von talentierten StraßenmusikerInnen unterscheiden. Auch könnte die OPEN STAGE am 17. Mai als eine Art "Casting" genutzt werden. Ein gewisser Qualitätsanspruch sowie eine zeitliche Regelung ist im Sinne der Anrainer verständlicherweise anzustreben.
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Profil von Silvia Hackl
Gepostet von:Silvia Hackl
vor 2 Jahren
Die Open Stage bleibt länger bestehen - nicht nur am 17. Mai. An diesem Tag findet die Eröffnung statt mit bereits fixiertem Programm - ab dem Donnerstag drauf (23. Mai) können sich schon jetzt Interessierte für einen Auftritts-Slot hier anmelden, sh. https://www.linz.at/db/etermin/?id=1512765 Die Kosten für die Straßenmusik sind durch eine erhöhte Bundesabgabe gestiegen. Die Open Stage bietet eine kostenlose Alternative - unter bestimmten Voraussetzungen natürlich. Wir sind gespannt, wie die Bühne angenommen wird!
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Profil von Barbara
Gepostet von:Barbara
vor 2 Jahren
@Silvia Hackl Schöne und gute Idee!
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Sehr gute Idee !
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Profil von Johann Tausch
Gepostet von:Johann Tausch
vor 3 Jahren
Die Belebung der Innenstadt durch Straßenmusik (ohne Gebühr) ist für mich ein Beitrag zur gelebten Vielfalt 🙏🎶👌
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@Johann Tausch ja, das braucht Linz unbedingt, lieber Johann.
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Linz, die Stadt, die stolz aufs Pflasterspektakel ist... nächstens werden sie das Licht in Schaffeln ins Rathaus tragen.
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