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Energiesparen mit Verhaltensökonomie

Von "// Ideen für 4030 Linz"

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Vorgeschlagenes Budget

EUR 3.333

Beschreibung

Projekthintergrund: Verhaltensökonomische Ansätze (Stichwort: „Nudging“) sollen dabei unterstützen, unsichere, ungesunde, umweltschädliche etc. Verhaltensweisen von Menschen zu verändern. Ohne Zwang, ohne Druck, ohne Verbote. Einfach dadurch, dass gewünschte Verhaltensweisen durch eine Veränderung der Entscheidungssituation wahrscheinlicher werden. Die allermeisten (Alltags-) Entscheidungen von Menschen erfolgen nämlich nicht nach rationalen Kriterien, sondern in der Regel beeinflusst von Einstellungen, Emotionen, Erinnerungen, anderen Personen oder von der Umgebung.

Das grundlegende Modell von Nudging basiert auf den Wirtschaftswissenschafter und Nobelpreisträger Richard Thaler. Das Modell wird weltweit bereits auch in vielen Kommunen angewendet.

Projektfokus: Für „4030 Linz“ schlage ich ein kleines Pilotprojekt vor, um ein bestimmtes Verhalten von Menschen wahrscheinlicher zu machen. Lt. dem Konzept „Klimaneutrale Industriestadt Linz 2040“ geht es u.a. auch darum, bei Privatpersonen das Bewusstsein zum Energiesparen zu stärken (à siehe Konzept, Seite 23).

--> Mit dem Pilotprojekt soll erreicht werden, dass Menschen (im Bereich Wohnen) mehr Energie einsparen.

Die von der Linz AG Strom jährlich an Haushalte verschickte Strom-Jahresabrechnungen sollen nach verhaltensökonomischen Gesichtspunkten gestaltet und damit dafür genutzt werden, Menschen zu energieeffizienterem Verhalten anzuregen. Wie soll das geschehen? Auf der ersten Seite der Stromabrechnung sollen zukünftig folgende Informationen einfach und übersichtlich zu finden sein:

  • Die Information, ob man im Vergleich zum Vorjahr mehr/weniger/gleich viel Strom verbraucht hat.
  • Gleichzeitig erfolgt die Information, ob man im Vergleich zu einer Vergleichsstichprobe (ähnliche Haushaltsgröße) mehr oder weniger Strom verbraucht hat. (Verbraucht man mehr, können einfache Energiespartipps angeführt werden.)

Als Pilotbereich könnten alle Mieter:innen einer ausgewählten Wohnanlage im Linzer Süden (Auwiesen, Kleinmünchen, Ebelsberg) ausgewählt werden, z.B. einer GWG-Wohnanlage.

Wirkungspotenzial: Forschungen zeigen, dass ein Hinweis auf der Stromrechnung, dass der eigene Verbrauch höher ist als im Durchschnitt der Nachbarschaft (bzw. im konkreten Fall, vielleicht der Durchschnitt einer vergleichbaren anderen Wohnungsanlage im Linzer Süden), Menschen dazu motiviert, Energieressourcen zu sparen. Die Projektidee sollte damit dazu beitragen, „im Bereich […] Klimaschutz & Klimawandelanpassung […] Wirksamkeit [zu] zeigen“.

Wirkungspotenzial bezüglich sozialen Zusammenhalts: Der Hinweis auf das Verhalten einer sozialen Vergleichsgruppe zeigt auf, dass bestimmte Verhaltensweisen (in diesem Fall: bewusster Umgang mit Energie) häufiger vorkommen als man es vielleicht gemeinhin annehmen könnte. Und man sich als Teil einer „gemeinsamen Bewegung/Anstrengung“ erlebt – und damit indirekt zu einer mittel- bis langfristigen Verbesserung des sozialen Zusammenhalts beiträgt.

Umsetzbarkeit: Die Projektidee richtet sich vorrangig an die beiden städtischen Unternehmen Linz AG Strom sowie GWG und sollte, sofern Bereitschaft besteht, relativ einfach umzusetzen sein. In einer ausgewählten GWG-Wohnanlage könnten die Jahresabrechnungen am Jahresende 2025 in der neuen, überarbeiteten Form versendet werden. Bei der Ausgestaltung der neuen Jahresabrechnungen sollten Mieter:innen als die eigentliche Zielgruppe einbezogen werden (z.B. in Form einer Fokusgruppe).

Innovationsgrad: Das Konzept der Verhaltensökonomie ist eine Erweiterung der bisher (z.B. im Konzept Klimaneutrale Industriestadt Linz 2040) vorrangig auf technische Maßnahmen fokussierten Ansätze. Darüber hinaus ist die vorgeschlagene Maßnahme keine Einmalmaßnahme, sondern eine nachhaltige Strukturveränderung.

Projektkosten/Finanzierung: Die inhaltlichen Arbeiten würden vorrangig bei der Linz AG Strom liegen. Ein Teil der Projektförderung kann als Aufwandsentschädigung für die Einbeziehung von Mieter:innen (z.B. in Form einer Fokusgruppe) verwendet werden, ein Teil ggf. für eine verhaltensökonomische Beratung der Linz AG Strom, der Rest (sollte etwas übrig bleiben), könnte für soziale Zwecke gespendet werden.

Skalierbarkeit: Das Pilotprojekt kann, sofern erfolgreich, auf weitere bzw. alle Wohnanlagen bzw. Wohnungen in Linz ausgeweitet werden.

Zielgruppe: Bewohner:innen einer ausgewählten Wohnanlage im Linzer Süden

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Klimaschutz & Klimawandelanpassung

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