Elektrisches Tragflächen-Boot als Donau-Schnell-Bus
Von "// Vorschläge für die Stadt Linz"
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Der erweiterte Donau-Bus kam schon einmal als Vorschlag. Mein Vorschlag geht noch weiter, und wahrscheinlich auch weiter in die Zukunft, aber damit könnte sich Linz als Innovations- und Donau-Stadt internationale Reputation erwerben - und noch dazu den Linzer Süden absolut aufwerten.
Tragflächen-Boote (englisch: hydrofoils) kennt man schon lange. Die meisten wurden im küstennahen Bereich eingesetzt, manche aber auch im urbanen Bereich. Die Werften befanden sich hauptsächlich im ehemaligen Ostblock. (Russland, Ukraine).
Es gibt verschiedene Gründe, warum Hydrofoils in den letzten Jahrzehnten von der Bildfläche verschwunden sind, aber mit der Entwicklung der Elektro-Mobilität bekommt das Hydrofoil eine zweite Chance, denn die Vorteile sind unübersehbar:
- äußerste Energie-Effizienz durch extrem geringen Strömungswiderstand
- Sehr hohe Geschwindigkeiten bei geringem Energieverbrauch
Folgerichtig ist seit einiger Zeit wieder eine Renaissance der "Hydrofoils" zu vermerken, diesmal aber elektrisch angetrieben, und eher im Bereich der kleinen (hydrofoil-Surfbretter) bis mittleren Größe. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die französische "Sea-Bubble", die eher als Taxi für bis zu 7 Personen geeignet ist. Für den öffentlichen Bereich wären aber Schiffe mit einem Fassungsvermögen von 20 - 80 Personen gefragt.
Soweit meine Nachforschungen ergeben haben, gibt es hier erst ein Startup (SeaBubbles/FlyBus), welches aber eher auf den Luxus-Transport fokussiert ist, und noch wenige andere Forschungsprojekte für den öffentlichen Personentransport. Hier sind mehrere Chancen für ein Innovatives Linz zu orten:
- Extrem schnelle Verbindungen von der Solarcity (Anlegestelle Traun beim Weikerlsee) zur Uni ( 7 min bis zum Pleschinger See), und zum Hauptplatz ( 10 min).
- Bereitstellung der elektrischen Energie durch Kombination von PV (Weikerlsee, Voest-Gelände und bei jeder Anlege-Station), Speicher und Opportunity-Charging (kurze Schnell-Ladung bei jeder Anlegestelle, dadurch kann die Batterie im Schiff kleiner ausgelegt werden und die Ladezeiten werden kürzer). Damit ist autarker Betrieb in mindesten 9 Betriebsmonaten pro Jahr möglich, in den restlichen 3 Monaten muss mit Ökostrom ergänzt werden (der ohnedies aus der Donau gewonnen wird), auf jeden Fall aber CO2-neutral.
- Keine Bodenbedarf, keine zusätzliche Bodenversiegelung außer für die wenigen Anlegestellen, die zum Teil bereits vorhanden sind. Ebenso keine nenneswerten Grundablösen für die Anlegestellen notwendig.
- Durch die hohe Geschwindigkeit können durch wenige Schiffe trotzdem sehr kurze Zykluszeiten verwirklicht werden (1 Schiff: 30-40 min, 2 Schiffe: 15-20 min) .
- Fahrerloser Betrieb einfach verwirklichbar durch wenig komplexe, relativ kurze vorgegebene Wegstrecken. Betätigungsfeld für die neue TU und alle Institutionen, die sich mit AI und autonomem Fahren beschäftigen.
- Neues Betätigungsfeld für die Linzer Schiffswerft
- Exportschlager für alle Städte, die an Flüssen liegen (Wien, Paris, etc.) und vor allem an Küsten (oder auch beides, wie z.B. Petersburg, Hamburg)
- Auch für den zwischenstädtischen Bereich (z.B. Wien-Bratislava) geeignet.
Nach einer Pilotphase, wo man evtl. einen "Bummelzug" oder einen fahrerlosen Kleinbus (wie z.B. gerade in der Seestadt Aspern erprobt) von der Straßenbahn-Endstation der Solarcity zum Weikerlsee einsetzen kann, wäre dann die Verlängerung der Straßenbahn bis zur Anlegestelle Weikerlsee eine logische Konsequenz.
Bei Erfolg des Pilotprojekts wäre eine Erweiterung der Wegstrecke (von Puchenau bis Steyregg/Abwinden) ein wünschenswerter nächster Schritt.
Vielleicht ein mutiges, aber auf jeden Fall ein aufsehenerregendes Projekt!
Links:
- http://www.seabubbles.fr/
- https://plugboats.com/flybus-seabubbles-new-hydrofoil-electric-ferry
- Eindrucksvolles Zeugnis der Energie-Effizienz der Tragflächentechnik: https://youtu.be/hZM050oZ56g
- https://foils.org/
- http://www.classicfastferries.com/
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