Durchsetzung des Rauchverbotes
Von "// Vorschläge für die Stadt Linz"
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Betreff: Forderung nach einer polizeilich vollstreckbaren Verordnung zum Rauchverbot an Linzer Haltestellen
Sehr geehrte Damen und Herren,
als regelmäßiger Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel wende ich mich mit einem dringenden Anliegen an Sie: Die anhaltende Belastung durch rauchende Personen an den Bus- und Straßenbahnhaltestellen im gesamten Stadtgebiet ist nicht länger tragbar.
Mir ist bewusst, dass an vielen Haltestellen der Linz AG bereits Piktogramme angebracht sind, die das Rauchen untersagen. Die Realität zeigt jedoch täglich, dass diese Schilder schlichtweg ignoriert werden. Eine bloße Hausordnung der Verkehrsbetriebe ist ein zahnloser Tiger, solange Zuwiderhandeln keine Konsequenzen hat. Appelle an die Eigenverantwortung und Rücksichtnahme sind offensichtlich gescheitert. Daher fordere ich die Stadtverwaltung auf, tätig zu werden und das Rauchverbot nicht länger nur als unverbindliche Bitte zu behandeln.
Haltestellen sind Orte, an denen viele Menschen auf engem Raum warten müssen – darunter Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit Atemwegserkrankungen. Ein Ausweichen ist oft unmöglich. Wer sich für das umweltfreundliche Fahren mit der Linz AG entscheidet, darf dafür nicht gezwungen werden, den gesundheitsgefährdenden Zigarettenrauch anderer einzuatmen.
Zudem stellen die achtlos auf den Boden geworfenen Zigarettenstummel ein massives Umweltproblem dar. Die Filter bestehen aus Mikroplastik und enthalten unzählige toxische Chemikalien (wie Blei, Arsen und Nikotin). Bei Regen werden diese Gifte direkt ausgewaschen – ein einziger Stummel kann bis zu 40 Liter Grundwasser verunreinigen. Außerdem verschandeln die Stummel das Linzer Stadtbild und verursachen enorme Reinigungskosten, die letztlich die Allgemeinheit trägt.
Andere Städte und Regionen machen bereits erfolgreich vor, dass nur verbindliche Verbote und Kontrollen wirken. In Schweden ist das Rauchen in sämtlichen Außen- und Wartebereichen des öffentlichen Verkehrs längst streng verboten, um die Bevölkerung zu schützen. Auch Städte wie Stuttgart haben erkannt, dass Hausordnungen nicht ausreichen, und setzen auf ein gesetzliches, komplett rauchfreies Umfeld an Haltestellen. Linz muss das Rad also nicht neu erfinden.
Damit die bestehenden Piktogramme endlich Wirkung zeigen, fordern wir folgende Maßnahmen:
Eine städtische Verordnung: Das Verbot darf nicht nur auf das Wartehäuschen beschränkt sein, sondern muss durch eine städtische Verordnung rechtlich bindend für den gesamten Haltestellenbereich gelten.
Polizeiliche Durchsetzung: Die Polizei oder der städtische Ordnungsdienst müssen befugt sein, einzugreifen. Es braucht regelmäßige, unangekündigte Schwerpunktkontrollen.
*Spürbare Strafen: Konsequentes Abstrafen von Verstößen vor Ort durch Geldstrafen. Nur wenn das Ignorieren der Piktogramme reale finanzielle Konsequenzen hat, wird sich das Verhalten der uneinsichtigen Personen ändern.
Es ist an der Zeit, dass Linz durchgreift und eine klare Haltung für Gesundheit, Umweltschutz und Lebensqualität einnimmt. Ich bitte Sie, diesen Vorschlag ernsthaft zu prüfen.
Mit freundlichen Grüßen
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